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01.05.2017

Unser Gemeinde- bzw. Stadtname wird 150 Jahre alt

Dass der damalige König von Preußen Wilhelm I. die Gemeinde Gevelsberg durch seine Unterschrift am 4. Februar 1886 zur Stadt erhob, ist den meisten Gevelsbergerinnen und Gevelsbergern - spätestens seit den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 125sten Geburtstag im Jahre 2011 - bekannt. Zum damaligen Zeitpunkt hieß Gevelsberg aber noch gar nicht lange Gevelsberg.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts war der Name der politischen Gemeinde noch Mylinghausen. Mylinghausen war eine von vier Landgemeinden im Amt Ennepe, das vom Amtshaus in der späteren Wittener Straße 7 - an dieser Stelle befindet sich heute die Commerzbank - aus verwaltet wurde. Gevelsberg war nur ein kleiner Flecken, der identisch ist mit dem heutigen Dorf. 1867 stellten die damaligen Gemeindeväter den Antrag, die Gemeinde Mylinghausen in Gevelsberg umzubenennen. Zwei Gründe machten sie hierfür geltend: Unser Mylinghausen wurde ständig mit dem benachbarten Mühlinghausen, heute ein Teil von Milspe, verwechselt und aufgrund der weitgespannten Geschäftsbeziehungen war "Made in Gevelsberg" weltweit bekannt; Mylinghausen aber kannte in z. B. Südamerika niemand 

Am 1. Mai 1867 war es soweit; die Kabinettsordre über die Umbenennung wurde erlassen und schon wenige Tage später im Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Arnsberg bekannt gemacht. Sichtbare Zeichen für die Umbenennung gab es jedoch wenige; die Gemeindeverordnetenversammlung nannte sich nun stolz "von Gevelsberg" und in den amtlichen Bekanntmachungen wurde nur noch die Bezeichnung Gevelsberg verwandt.

Interessierte an der Gevelsberger Heimatgeschichte sind immer wieder herzlich eingeladen, im Stadtarchiv oder beim Heimatverein Gevelsberg e.V. ihr heimatkundliches Wissen zu vertiefen.

Bis heute ziert ein Foto und die Türverglasung des Amtshauses an der Wittener Straße 7 die Kantine des heutigen Rathauses.