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12.04.2018

Häusliche Pflege fair gestalten

(pen) Für viele Familien sind sie ein Segen und doch sind sie weitgehend unsichtbar: Osteuropäische Frauen, die in heimischen Haushalten leben, um alte Menschen zu versorgen. Längst hat es sich herumgesprochen Polnische Pflegekräfte können eine gute Alternative in der häuslichen Pflege sein. Ohne Frage: Die Nachfrage wächst, der Markt boomt. 

Dies ist für die Macherinnen der Veranstaltungsreihe "Bunter Salon" und das Netzwerk W (iedereinstieg) Ennepe-Ruhr Grund genug, das Thema aufzugreifen. Um Licht in die Grauzone rund um den Einsatz osteuropäischer Frauen zu bringen, werfen sie am Donnerstag, 26. April, von 19.30 bis 21 Uhr eine Vielzahl von Fragen auf. Was ist dran an der vieldiskutierten Alternative? Wie können wir Arbeitsverhältnisse legal und fair gestalten? Die Teilnahme ist kostenfrei. Einlass zu Infotischen und Häppchen zu fairen Preisen ab 19 Uhr. 

Als Gäste werden im Café Dialog im Bürgerzentrum Gevelsberg (Mittelstraße 86-88) die Expertinnen Sabine Wolter, Landeskoordinierungsstelle KoNAP - KompetenzNetz Angehörigenunterstützung und Pflegeberatung NRW der Verbraucherzentrale, und Claudia Menebröcker, Caritasverband für das Erzbistum Paderborn, erwartet.

Wolter berichtet darüber, wann der Einsatz ausländischer Haushalts- und Betreuungskräfte sinnvoll ist und wie Arbeitsverhältnisse gestaltet werden sollten. Für alle Interessierten hat sie die gerade aktualisierte Informationsbroschüre "Ausländische Haushalts- und Betreuungskräfte in Privathaushalten" dabei. 

Das Modellprojekt "CariFair" steht für Menebröcker im Mittelpunkt. Es wurde von der Caritas vor zehn Jahren entwickelt und unterstützt Pflegebedürftige und ausländische Arbeitskräfte gleichermaßen. Der Ansatz: Interessierte Arbeitskräfte in Polen werden geschult und auf eine Tätigkeit in deutschen Haushalten vorbereitet. Menebröcker wird "CariFair" vorstellen und über Erfahrungen berichten.

Stichwort "Bunter Salon" 

Mit der Veranstaltungsreihe "Bunter Salon" greifen die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises sowie der Städte Ennepetal und Gevelsberg gemeinsam mit der VHS Ennepe-Ruhr-Süd Themen auf, die Frauen in der Region bewegen. Im Programmflyer heißt es: "Der Salon will Veränderungen anstoßen. Die Vision ist eine Gesellschaft, in der alle Menschen - egal welcher Herkunft und welchen Geschlechts - chancengleich, selbstbestimmt und frei leben können."

Stichwort "Netzwerk W(iedereinstieg) Ennepe-Ruhr"

Das Netzwerk W Ennepe-Ruhr engagiert sich für den Wiedereinstieg von Frauen ins Erwerbsleben und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dabei haben die Netzwerkpartnerinnen und Partner nicht nur Eltern im Blick, sondern auch Berufstätige, die Angehörige pflegen. Die Chancen für Frauen nach einer Familienphase sollen verbessert und die Vereinbarkeit für Frauen und Männer erleichtert werden.

Weitere Infos und Kontakt: Gleichstellungsbeauftragte Christel Hofschröer, 02332-771 124, christel.hofschroeer@stadtgevelsberg.de