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17.01.2017

Frauenfilmwoche 2. bis 8. März - - jetzt den Lieblingsfilm wählen!

Premiere gelungen, die Fortsetzung auch: zum dritten laden die Gleichstellungsbeauftragten, die VHS im Südkreis und das filmriss kino gevelsberg im Vorfeld des Internationalen Frauentages 2017 zur Frauenfilmwoche ein. Bis Ende Januar können Kino-Liebhaberinnen aus der Umgebung aus zehn Filmvorschlägen vier Favoriten wählen. Die vier meistgenannten werden vom 2. bis zum 8. März im filmriss kino in Gevelsberg gezeigt.

„Schwestern! ist das Motto des diesjährigen Frauentages im Südkreis und es geht darum Verbindendes zu feiern, Seilschaften zu knüpfen und z.B. beim gemeinsamen Kinobesuch ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns, dass die Frauenfilmwoche eingeführt ist und die Besucherinnen es offensichtlich genießen, gemeinsam ins Kino zu gehen und sich von starken, nachdenklichen oder kreativen Frauenfiguren anstecken zu lassen“, meinen die Initiatoren Kinobetreiber Klaus Fiukowski und Gevelsbergs Gleichstellungsbeauftragte Christel Hofschröer. 

Das Spektrum der Auswahlliste ist breit, angefangen von der jungen „Paula“ (Modersohn-Becker), die 1900 unbeirrt ihren Weg als Künstlerin verfolgt, über die Generationskomödie im „Hotel Mama“, in der das Liebesleben der betagten Mutter bei der erwachsenen Tochter für Furore sorgt, bis hin zu den Lebensentwürfen zweier junger Frauen aus Afghanistan und Albanien, die ihrem Schicksal zu entkommen versuchen, die eine als Rapperin in „Sonita“, die andere in „Sworn Virgin“, indem sie als Junge aufwächst. Es geht um künstlerische und unkonventionelle Lebensentwürfe, Liebe, Ein- und Aufbrüche, Mut und schwierige Lebens-Entscheidungen, Humor und poetische Bilder.

Die ausführliche Filmliste finden Bürgerinnen und Bürger unter www.filmriss.de oder www.gevelsberg.de.

 

Folgende Filme stehen zur Wahl:  

Paula – Mein Leben soll ein Fest sein . Willkommen im Hotel Mama . 24 Wochen . Birnenkuchen und Lavendel . Sonita . Die Tänzerin . Sworn Virgin . Der große Trip . Alles was kommt . Eine unerhörte Frau

Abstimmen können Bürgerinnen online unter http://doodle.com/poll/nwnb8wxqhd364frq

Weitere Informationen erteilt gerne Gleichstellungsbeauftragte Christel Hofschröer unter 02332/ 771124 oder christel.hofschroeer@stadtgevelsberg.de

 

Hier geht es zu den Filmtiteln:  

Paula – Mein Leben soll ein Fest sein

Sommer 1900. Zum Verdruss ihres Vaters Carl (Michael Abendroth) siedelt die 24-jährige Paula (Carla Juri) von Bremen in die ländlich gelegene Künstlerkolonie Worpswede über, um Malerin zu werden. Doch ihr expressionistischer Stil stößt beim Lehrer Fritz Mackensen (Nicki von Tempelhoff) auf Unverständnis: Frauen können eben nur beim Kinderkriegen schöpferisch tätig sein, meint er. Dessen Malerkollege Otto Modersohn (Albrecht Schuch) hingegen ist fasziniert von den Bildern der jungen Künstlerin und kommt ihr bald auch privat näher. Während Paulas Freundin Clara Westhoff (Roxane Duran), eine Bildhauerin, den Poeten Rainer Maria Rilke (Joel Basman) heiratet, ehelicht Paula ihren Otto. Doch das gemeinsame Leben als Künstlerpaar bringt jede Menge Herausforderungen, die aber Paula erst zu wahrer Größe verhelfen. (nach filmlstarts.de)  

 

Willkommen im Hotel Mama  

Jacqueline (Josiane Balasko) ist eine Witwe im Ruhestand und findet das super. Die temperamentvolle dreifache Mutter führt eine glückliche Liebesbeziehung mit ihrem Nachbarn Jean (Didier Flamand), von der ihre Kinder aber nichts wissen sollen. Doch das Geheimnis gerät in Gefahr, als Jacquelines 40-jährige Tochter Stéphanie (Alexandra Lamy) überraschend Job und Wohnung verliert und Mama ihr eine temporäre Unterkunft bei sich in der Provence anbietet. Jacquelines vormals so ruhiger Alltag wird plötzlich turbulent – und die alte Dame hat so ihre Probleme damit, Jean zu treffen, ohne dass Stéphanie davon etwas merkt. Es kommt zu wilden Spekulationen und einigen komischen Verwechslungen. Das Familienchaos erreicht seinen Höhepunkt, als Jacqueline beschließt, den Kindern Jean bei einem Abendessen vorzustellen …

 

24 Wochen 

Im Beruf wird Astrid (Julia Jentsch) als berühmte Kabarettistin von ihren Fans verehrt und privat ist ein zweites Kind unterwegs, das ihr Familienglück komplettieren soll. Doch Astrids Welt wird von heute auf morgen vollständig auf den Kopf gestellt, als sie erfährt, dass ihr ungeborenes Kind einen schweren Herzfehler hat und mit Down-Syndrom zur Welt kommen wird. Zusammen mit ihrem Mann Markus (Bjarne Mädel) muss sie nun die Entscheidung treffen, ob sie sich im sechsten Monat noch für eine Spätabtreibung entscheidet oder das geistig und körperlich behinderte Kind zur Welt bringt. Die ansonsten so starke Frau ist hin- und hergerissen und stellt sich quälende Fragen: Darf ich über das Leben und den Tod meines Kindes richten? Es folgen lange Diskussionen innerhalb der Familie, u. a. mit ihrer Mutter Beate (Johanna Gastdorf). Am Ende steht ein Entschluss – aber es ist keiner, mit dem Astrid und Markus voll im Reinen sind, so oder so nicht…

 

Birnenkuchen mit Lavendel

Seit dem Tod ihres Mannes kümmert sich Louise (Virginie Efira) allein um ihre beiden Kinder Emma (Lucie Fagedet) und Felix (Léo Lorléac'h), bewirtschaftet außerdem noch den familiären Birnen- und Lavendelhof in der Provence. Sie kümmert sich um die Ernte und backt exzellenten Birnenkuchen, hat aber trotzdem Probleme, ihren Kredit bei der Bank zu bedienen. Die wirtschaftliche Zukunft ist düster, als Louise eine folgenreiche Begegnung hat: Aus Versehen fährt sie vor ihrem Haus einen Fremden an: Pierre (Benjamin Lavernhe). Er ist ordentlich, extrem ehrlich, sensibel und lebte bisher zurückgezogen und eigenbrötlerisch. Doch er geht aus sich heraus, wann immer er Zeit mit Louise verbringt – und das tut er fortan öfter, da er sehr gut mit Zahlen umgehen und der Witwe darum mit ihrem Betrieb helfen kann. Pierre freut, dass er so etwas wie ein Zuhause gefunden hat. Louise jedoch will ihn nicht zu nahe an sich heranlassen, sie leidet nach wie vor unter dem Verlust ihres Ehemanns…

 

Sonita 

Die 18-jährige Afghanin Sonita lebt als illegale Migrantin im Iran. Ohne Papiere und somit ohne Rechte bleiben ihr viele Wege versperrt, doch Sonita will ihren großen Traum von einer Karriere als Rapperin nicht aufgeben. Sie schwärmt für Michael Jackson und Rihanna, schreibt eigene Songtexte und tritt vor den anderen Teenagern in der Teheraner Unterkunft auf. Die junge Frau hat Talent – und mit diesem hofft sie, ihren Weg gehen zu können und das von ihrer Familie für sie vorgezeichnete Schicksal zu vermeiden. Denn Sonitas Eltern planen, ihre Tochter für 9.000 US-Dollar an einen unbekannten Ehemann zu verkaufen. Die junge Musikerin versucht, im Iran eine Aufenthaltsgenehmigung zu erlangen und außerdem ihren Traum wahr werden zu lassen: Sie will in einem echten Musikstudio ein eigenes Album aufnehmen.

 

Die Tänzerin

Wer hätte gedacht, dass die Tochter eines Rodeoreiters irgendwo aus dem amerikanischen Westen einmal ganz Europa mit ihrem Tanzstil betören würde? Doch genau das schafft Loïe Fuller (Soko), die sich und ihren Körper jeden Abend auf der Bühne des Folies Bergère unter Metern von Seide neu erfindet und dabei das Publikum in ihren Bann zieht. So steigt sie auf zu einer der größten Künstlerinnen in Paris zur Zeit der Belle Epoque, doch der Erfolg fordert seinen Tribut. Ihr immenser Körpereinsatz schwächt sie, doch ihr Perfektionismus treibt sie weiter an. Kraft zieht sie aus der Bewunderung ihrer Verehrer: Der Adlige Louis Dorsay (Gaspard Ulliel) wird zu ihrem Seelenverwandten, während die sanfte Gabrielle (Mélanie Thierry) sie umsorgt und auf dem Boden der Tatsachen hält. Doch als sie die junge Tänzerin Isadora Duncan (Lily-Rose Depp) unter ihre Fittiche nimmt, die sie zwar beflügelt, aber auch schamlos ausnutzt, erkennt Loïe, dass sie den steinigen Weg des Erfolgs bis hin zur Bühne der Pariser Oper nur alleine gehen kann.

 

Sworn Virgin

In der archaischen Berglandschaft Albaniens herrschen noch alte Gesetze und Geschlechterrollen. Hana Doda (Alba Rohrwacher) versucht dem Schicksal als Ehefrau und Dienerin zu entfliehen, indem die nach dem traditionellen Recht des Kanun den Schwur ewiger Jungfräulichkeit ablegt. Nach dem Opfer ihres Sexuallebens wird sie wie ein Mann behandelt, erhält den Namen Mark und darf einen Dolch tragen. Nach zehn Jahren der Isolation beschließt Hana, ihr Leben wieder zu ändern und macht sich auf die Reise zu ihrer Cousine Lila (Flonja Kodheli) und deren Familie in Mailand – wo sie jedoch nicht mit offenen Armen empfangen wird. Hana versucht nun, sich ihren eigenen Widersprüchlichkeiten und dem modernen Leben der Großstadt zu stellen. Sie macht überraschende Begegnungen und muss schließlich entscheiden, wer sie sein will…

 

Der große Trip

Cheryl Strayed (Reese Witherspoon) musste viele Schicksalsschläge erleiden. Der Verlust ihrer geliebten Mutter Bobbi (Laura Dern) und das Ende ihrer Ehe, die an Cheryls Heroinsucht zerbrach, haben sie in ein tiefes Loch fallen lassen. Frustriert, aber auch entschlossen kehrt sie ihrem alten Leben den Rücken zu und begibt sich – ohne geringste Vorkenntnisse und mit viel zu schwerem Rucksack – auf eine 2.000-Kilometer-Wanderung entlang des Pacific Crest Trails an der Westküste der USA. Auf ihrem Weg bekommt Cheryl es mit der geballten Erbarmungslosigkeit der Natur zu tun, doch sie tritt Durst, Hunger, Hitze und Kälte mit immer neuem Mut entgegen. Einmal dem Ruf der Wildnis gefolgt, übersteht sie bald auch Begegnungen mit gefährlichen Raubtieren. Durch all die neuen Erlebnisse relativieren sich die bisherigen Erfahrungen, Erfolge, Rückschläge, Hoffnungen und Ängste der Aussteigerin…

 

Alles was kommt 

Philosophielehrerin Nathalie (Isabelle Huppert) unterrichtet am Pariser Lycée und veröffentlicht Texte in einem kleinen Verlag. Sie führt ein intellektuell-bürgerliches Leben, mit ihrem Ehemann und Kollegen Heinz (André Marcon) und ihren zwei Kindern, die beide erwachsen sind. Ihrer Mutter Yvette (Edith Scob), die zunehmend verwirrter wird, stattet sie regelmäßig Besuche ab. Als ihr Heinz eines Tages offenbart, dass er sie nach 25 Jahren Ehe für eine andere verlassen will, trifft Nathalie das überraschend – sie reagiert mit gemischten Gefühlen. Einerseits erlebt sie eine lange vermisste Freiheit, die sie z. B. in einem Landhaus auslebt, wo sie mit ihrem ehemaligen Studenten Fabien (Roman Kolinka) und dessen Akademikergruppe bei bester Landluft über Philosophie diskutiert. Andererseits ist da diese nagende Einsamkeit…

 

Eine unerhörte Frau

Bäuerin Hanni (Rosalie Thomass) ist verzweifelt. Ihre Tochter Magdalena (Romy Butz) klagt über Krankheitssymptome, doch niemand kann feststellen, was dem Kind fehlt. Die meisten Ärzte halten das Mädchen für eine Simulantin. Bei ihrer Suche nach einem Arzt, der die Symptome endlich richtig deuten kann, vernachlässigt Hanni immer mehr ihren Mann (Florian Karlheim) und ihre beiden älteren Söhne, was ihre Schwiegermutter (Gisela Schneeberger) ausnutzt, um die Familie gegen sie aufzuwiegeln. Doch Hanni geht weiter ihren Weg, wälzt sogar selbst medizinische Fachliteratur und trifft schließlich auf die Endokrinologin Dr. Espach (Sylvana Krappatsch), die ihr helfen kann. Doch mit einer Diagnose und einer möglichen Operation bei einem Spezialisten in New York ist für Hanni der Kampf noch nicht zu Ende. Sie zieht vor das Münchner Landgericht, um all die Ärzte zur Verantwortung zu ziehen, die den Klagen ihrer Tochter keinen Glauben geschenkt haben.