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08.05.2012

Die Technischen Betriebe informieren über die Dichtheitsprüfung privater Abwasserleitungen

Derzeit wird von verschiedenen, meist ortsfremden Unternehmen, eine kurzfristige Kanalinspektion von privaten Grundstücksentwässerungen zu einem günstigen Pauschalpreis angeboten. Vor der Beauftragung dieser Prüfung sollten sich die Bürger genau informieren, ob es sich hierbei um die gesetzlich vorgeschriebene und nach bestimmten Kriterien ablaufende Dichtheitsprüfung nach §61a des Landeswassergesetzes (LWG) handelt. Oft wird nur eine kurze Vor-Inspektion durchgeführt, ohne die entsprechenden Prüfbescheinigungen.

 

Die Stadt Gevelsberg hatte in 2011 zur Umsetzung des §61a LWG eine Satzung beschlossen, nach der die Grundstückseigentümer gebietsweise in bestimmten Fristen die Dichtheitsprüfung durchzuführen haben. Ende 2011 wurde im Landtag von mehreren Parteien die Absicht erklärt, den §61a LWG zu ändern. Daraufhin wurden alle Eigentümer, die im Fristengebiet 2012 wohnen,  über diese Änderungsabsichten des Gesetzgebers informiert. Es wurde ihnen geraten zunächst die beabsichtigen Gesetzesänderungen abzuwarten und keine Dichtheitsprüfungen durchführen zu lassen.

 

Falls dennoch ein Grundstückseigentümer den Zustand seiner Kanalisation prüfen lassen möchte, z.B. weil ein Um- oder Anbau geplant ist, empfehlen die Technischen Betriebe, daß die Prüfung nach den heutigen Kriterien für eine reguläre Dichtheitsprüfung ausgeführt wird. Sollte die Bestimmungen des §61a LWG in Kraft bleiben, könnte dann die durchgeführte Prüfung als gesetzeskonform anerkannt werden. Außerdem ist dann gewährleistet, daß alle Unterlagen so zur Verfügung stehen, daß die Ergebnisse und der eventuell festgestellte Sanierungsbedarf von Fachleuten kritisch überprüft und problemlos mehrere Sanierungsangebote angefordert werden können. Für weitere Informationen über die Fristensatzung, den Stand der Gesetzgebung und etwaige Sanierungen stehen die Technischen Betriebe stets zur Verfügung. 

Die Fristensatzung der Stadt Gevelsberg wurde durch Beschluss des Rates der Stadt Gevelsberg am 14.03.2013 aufgehoben. Landesrechtliche Regelungen bleiben zunächst abzuwarten.